Hallo zusammen,

von Mitte Januar bis Anfang März war ich in Washington D.C gewesen. Dort habe ich im Rahmen des Congressional Internship Programs (CIP) für Congressman Josè E. Serrano gearbeitet. Was ich dort alles erlebt habe, seht Ihr in den folgenden Bildern:

Hannah, Nikolas, Benedikt und Caroline (v.l.n.r.) haben mit mir zusammen das Congressional Internship Program (CIP) absolviert. Dieses Bild ist an unserem ersten Tag in Washington D.C. im U.S. Department of States entstanden.
Während meiner Zeit als Praktikant habe ich für Congressman Josè E. Serrano gearbeitet. Er ist schon seit 1990 Mitglied im US-Congress und vertritt den 15. District in New York. Besser bekannt als die South Bronx (ärmster District in den USA mit einem Durchschnittseinkommen von nur ca. USD 30.000 im Jahr). Durch sein unermüdliches Engagement in den letzten 30 Jahren konnte er einige Erfolge erzielen um die Lebensqualität in seinem District zu erhöhen. Da er ursprünglich aus Puerto Rico stammt, sind für Ihn auch Themen die Puerto Rico betreffen sehr wichtig.
Mein Arbeitsplatz. Für mich war die Zeit im Büro von Congressman Serrano zu arbeiten sehr interessant. Ich konnte Einblicke in die Herausforderungen seines Districts und Puerto Ricos bekommen von denen ich vorher kaum Ahnung hatte.
Nicht nur habe ich in meinem Büro über vielfältige Themen neue Dinge gelernt, sondern auch die Möglichkeit gehabt zu Hearings im U.S. Congress zu gehen und dort live mitzuerleben wie Congresspeople Meinungen und Fachwissen von Experten einholen. In den Hearings ging es zum Beispiel um die Afghanistan Politik von Trump, wie China die USA in den nächsten Jahren als Wirtschaftsmacht überholen könnte und Statements von der FED über die aktuelle Geldpolitik in den USA.
Auch außerhalb des US-Congress wurden täglich sehr interessante Meetings und Sitzungen abgehalten. Zu diesen bin ich oft am Abend mit den anderen Teilnehmern des Programms gegangen. Hier im Bild zu sehen, haben wir an einer Veranstaltung über Falschinformationen bei der nächsten Präsidentschaftswahl teilgenommen. Neben dem fachlich sehr interessanten Input gab es meistens auch etwas zu essen. Für arme internationale Studenten ist kostenloses Essen immer ein Grund an einer Veranstaltung teilzunehmen ;).
Ich begeistert bei einem Meeting mit leckerem Essen. Wer einmal nach Washington D.C. zum Urlaub machen geht und nicht so viel Geld für essen ausgeben möchte, dem empfehle ich die Internetseite hillhappenings.com. Hier kann man sich alle Events der nächsten Woche nach „Food“ sortieren. Anmelden, Hingehen, kostenloses Essen abstauben, interessante Leute treffen.
Außerdem haben wir aus privatem Interesse die World Bank, den IMF, das Pentagon, die deutsche Botschaft und auch das Weiße Hause besucht.
Wir im Weißen Haus. Trump haben wir nicht gesehen.
Im Pentagon
Vor der Deutschen Botschaft
Neben wissenswerten Informationsveranstaltungen haben wir auch den ein oder anderen „Promi“ treffen können. Hier im Bild sind wir mit Robert Habeck von Bündnis 90/Die Grünen zu sehen, der eine Podiumsdiskussion über Aktionen gegen den Klimawandel in Washington D.C. gehalten hat.
Ich hatte auch die Ehre ein Foto mit Nancy Pelosi, Speakerin of the House, zu ergattern. Dieses Bild ist nur wenige Tage nach der State of the Union Rede von Trump, an der Sie das Manuskript am Ende zerrissen hat, entstanden.
Sightseeing ist natürlich während den 7 Wochen auch nicht zu kurz gekommen. Washington D.C. hat so viele Monuments, Wahrzeichen und Museen (die auch alle kostenlos sind :)) zu bieten. Hier bin ich vor dem Lincoln Memorial zu sehen.
Ausflug in das Naturkundemuseum in Washington D.C.
Blick vom Lincoln Memorial auf das Washington Monument. Hier hat Martin Luther King Jr. im August 1963 seine berühmte „I have a dream“ Rede gehalten. Obwohl man selbst kein US-Amerikaner ist, war es trotzdem sehr beeindruckend gewesen diese berühmten Plätze zu besuchen.
Hier waren wir in Mt. Vernon. Mt. Vernon war das Anwesen von George Washington, welches ein paar Autominuten außerhalb von Washington D.C. entfernt ist.
Für einen Congressman zu arbeiten hat auch einige Vorteile. So hatten wir die Chance eine Führung auf die Kuppel vom US-Capitol zu bekommen. Von ganz oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt.
Außerdem konnten wir ein Foto vom Inaugaration Balcony, auf dem sonst die Präsidenten der USA ihren Amtseid leisten, machen.
Nach mehreren Wochen in der Stadt hat es mich dann mal wieder nach draußen in die Natur getrieben. Bei wunderschönem Wetter sind Nikolas und ich mit Andy (hier rechts im Bild) in der nähe der Blueridge Mountains wandern gewesen. Über diese Bergkette wird auch im Lied „Take me home Country Roads“ gesungen.
An einem Wochenende sind wir alle zusammen für einen halben Tag nach Baltimore gefahren und von dort aus weiter nach Philadelphia. Hier sind Benedikt, Nikolas und ich am Hafen von Baltimore zu sehen. Mehr gibt es auch in Baltimore generell nicht zu sehen. Im restlichen Teil der Stadt ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Wenn Einheimische über Baltimore sprechen hört man immer wieder die Aussage: „Baltimore, it’s rough.“
Philadelphia hatte auf jeden Fall einiges zu bieten…
In Philadelphia steht unter anderem die berühmte Liberty Bell.
Auch die Independence Hall in der die Declaration of Independence und die U.S. Constitution geschrieben und unterzeichnet worden sind findet man in Philly.
Außerdem wurden in Philadelphia die Rocky-Teile gedreht. Anlass genug um einige Szenen nach zu stellen.
Rohes Ei ala Rocky zum Frühstück. Schmeckt gut und ist schnell zubereitet.
In der Mitte ist Angel zu sehen. Er ist ein Mitarbeiter im Büro von Congressman Serrano gewesen und hat sich immer wieder die Zeit für mich und für unsere Gruppe genommen ausführlich unsere Fragen zu Themen jeglicher Art zu beantworten. Vielen Dank dafür 🙂
Craig, der Chief of Staff von Nikolas hat uns regelmäßig in den Capitol Hill Club (Treffpunkt für Republikaner und Lobbyisten zum networken) am Abend eingeladen. Bei gutem Essen und ausreichend Wein haben wir über alles mögliche philosophiert. Craig ist in den 6 Wochen zu einem sehr guten Freund von uns allen geworden. Seine Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Erfahrung hat uns einige Denkanstöße und Ideen mit auf den Weg gegeben. Vielen Dank 🙂
In der letzten Woche sind alle 75 Teilnehmer des Programms für ein Zwischenseminar nach D.C. gekommen. Hier war ich mit Claas und Anni an meinem letzten Tag in D.C. spazieren gewesen. Alle Teilnehmer wieder zu sehen und über die letzten Monate zu quatschen war sehr interessant und unterhaltsam gewesen.

Während meiner Zeit in Washington D.C. habe ich bei meiner Gastmutter Sandie in Maryland gewohnt. Das lustige ist, dass Sandie mit meinem Gastvater in Longview weitläufig verwandt ist. Zusammen mit Sandie leben zu dürfen und einen Einblick in ihr Leben zu erhalten habe ich unglaublich wert geschätzt.

Meine 7 Wochen in Washington D.C. waren für mich eine eindrucksvolle und interessante Zeit gewesen. Donald Trumps Amtsenthebungsverfahren wurde eingestellt, der Coroanvirus hat sich global immer weiter ausgebreitet und das Rennen um den Demokratischen Präsidentschaftskandidaten war spannender als jemals zuvor. Einen so intensiven Einblick hinter die Kulissen der US-Amerikanischen Politik zu erhalten war ein einmaliges Erlebnis für mich gewesen. Ich bin unheimlich dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe für Congressman Josè E. Serrano arbeiten zu dürfen.

Bis bald,

Felix

Kategorien: USA

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