Teil 12: Die Reise geht weiter

Teil 12: Die Reise geht weiter

Das erste Mal in meinen Leben durfte ich in den Genuss von Semesterferien kommen. Die Kurse am Minneapolis College endeten am 18. Dezember und das neue Semester startete erst mitte Januar. Dementsprechend viel Zeit hatte ich für Reisen und andere Aktivitäten.

Zu Beginn der Semesterferien war die Weihnachtszeit und die dazugehörige Vorfreude endgültig auch bei mir in Anoka angekommen. Der (Plastik-) Baum stand im Wohnzimmer, Geschenke wurden gekauft und eingepackt, sogar ein Paket aus Deutschland ist rechtzeitig bei mir angekommen. Einen großen Unterschied zum deutschen Weihnachtsfest gibt es nicht wirklich, mit Ausnahme davon, dass die Bescherung erst am Christmas Day (25.12) stattfindet. Abgesehen davon war es ziemlich ähnlich zum Fest in Deutschland. Es wird den ganzen Tag gegessen und getrunken, Geschichten erzählt und Spiele gespielt. Nur, dass ich dieses Jahr nicht bei meinen Eltern in Essel gefeiert habe, sondern bei der Nichte meiner Hostmum in Minneapolis.

Nach den Feierlichkeiten und den vielen guten Essen, blieb nicht viel Zeit zum entspannen. Denn nach Weihnachten ist vor Silvester…

Und wie im letzten Eintrag bereits erwähnt, bedeutete das für mich: Vegas Baby! Zusammen mit knapp 20 anderen Teilnehmenden des PPP, verbrachten wir 4 Tage in „Sin City“ in einer gemieteten Villa, samt Pool, Billardtisch und Minigolfanlage. Die Tage (und vor allem die Nächte) waren sehr unterhaltsam und ereignisreich. Wie es sich für einen Vegas Besuch gehört, versuchte ich mich auch an verschiedenen Glücksspielen, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Nichtsdestotrotz waren die Tage, das Treffen und Austauschen mit den anderen PPPlern großartig. Jede und jeder hat von seinen Erlebnissen, positiv wie negativ, berichtet und man konnte einige Gemeinsamkeiten erkennen. Den Silvesterabend verbrachten wir alle gemeinsam auf dem Strip (Las Vegas Boulevard) und bestaunten das Feuerwerk vor dem weltbekannten Caesars Palace.

Am Neujahrsmorgen machte sich der Großteil der PPPler, auf den Weg zurück zum platzierten Ort, nicht aber ich. Denn ich blieb noch etwas länger und machte zusammen mit anderen Teilnehmenden noch einen Roadtrip. Wir mieteten uns ein Auto und fuhren insgesamt knapp 1.200 Meilen (ca. 1.900 km) durch Nevada, Kalifornien, Arizona und Utah. Ziel waren unter anderem der Death Valley Nationalpark, der Grand Canyon, der Horseshoe Bend und der Bryce Canyon. Der Roadtrip durch die riesige und vielseitige Landschaft war ein totaler Kontrast zum schrillen, lauten und grellen Vegas. Ich muss aber sagen, dass ich beides sehr genossen haben und die Eindrücke wohl nicht so schnell vergessen werde.

Nachdem ich vom Neujahrs-Trip wieder in Minnesota angekommen war, entschied ich mich, sehr spontan die letzte Woche der Semesterferien in Boston zu verbringen. Mit zwei Teilnehmerinnen, mit welchen ich bereits Chicago erkundet habe, machte ich mich nun auf „Beantown“ besser kennenzulernen.
Der Stadt kann man die historische Bedeutung direkt anmerken. Am ersten Tag liefen wir den „Freedom Trail“ entlang und sahen so viele der geschichtsträchtigen Orte in der Stadt. In den paar Tagen haben wir viel in der Stadt gesehen, wir besichteten z.B. die Eliteuniversitäten MIT und Havard und Zeit um ein Spiel der Celtics zu besuchen blieb auch noch – sehr zu meiner Freude.
Am meisten jedoch hat mich die Architektur der Stadt beeindruckt, denn nicht selten steht ein altes Gebäude (bis über 350 Jahre; in den USA einen absolute Rarität) direkt neben einem neuen hochmodernen, gläsernen Hochhaus.

Wie erkennbar wird, hatte ich einen sehr ereignisreichen und unglaublich tollen Start ins neue Jahr und hoffe, dass es euch ähnlich erging.

Bilder und Eindrücke von den ganzen Reisen und den letzten zwei Monaten gibt es in der Galerie. Mittlerweile hat auch mein „Alltag“ hier in Minneapolis wieder angefangen, ein neues Semester startet und die Arbeit beim MNUFC und Co. beginnen ebenfalls wieder.

Dennoch: Die Reise geht weiter …

2 Gedanken zu „Teil 12: Die Reise geht weiter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.