(18) Friendsgiving, Thanksgiving und mein erster Kontakt mit der Polizei

(18) Friendsgiving, Thanksgiving und mein erster Kontakt mit der Polizei

In den letzten zwei Wochen (23.11.-8.12) war wieder gut was los in Charlotte, North Carolina – unter anderem mein erstes Thanksgiving, auf welches ich mich natĂŒrlich schon sehr gefreut habe! 😊 Aber zunĂ€chst erstmal zu den Tagen vor Thanksgiving als mein Besuch aus Deutschland (alles dazu in Blogpost 17) schon wieder gut in Hannover angekommen war.

Am Samstag (23.11) stand bevor dem eigentlichen Thanksgiving das sogenannte Friendsgiving mit Freunden an. DafĂŒr hat jeder Essen oder GetrĂ€nke mitgebracht (Alex und ich ganz deutsch Bier) und bei um die 15 Personen hatten wir definitiv sehr viel Auswahl! Ich habe mich selbstverstĂ€ndlich durch die verschiedenen Kuchen durchprobiert – Pumpkin Pie und Apple Pie sind sehr zu empfehlen 🍰. Ingrid, Claire und ich haben am Samstag auch noch fĂŒr die erste Weihnachtsdeko gesorgt, indem wir ein kleines Lebkuchenhaus gebaut haben.

Mit Clayton, Alex, Alberto und Brenda
Sofa war leider voll
Lebkuchenhaus in the making

Am Sonntag (24.11) habe ich mich mit meiner Gastmutter verabredet einen Vintagemarkt in Charlotte unsicher zu machen und habe direkt einen roten Mantel und eine Weihnachtsbaum”Kugel” gefunden! Sparen nach der letzten Woche (viel zu viel Shopping) hat also eher nicht so gut funktioniert. In diesen Momenten bin ich dann doch sehr froh, dass ich schon meinen Teilzeitjob habe. Geldtechnisch wĂ€re sonst nĂ€mlich lange nicht so viel drin! 💰

Vintage Shopping in Charlotte geht leider viiiiiel zu gut!
Mein besonderer WeihnachtsbaumanhÀnger in der Form von North Carolina
Der rote Mantel im Einsatz (dazu weiter unten mehr!)

Montag (25.11.) war wie immer ein ganz normaler Arbeitstag fĂŒr mich, allerdings bin ich diesmal in der Mittagspause zu der Grundschule meiner Gastschwestern gedĂŒst, um mir ihre Ausstellung von verschiedenen Postern anzugucken (Bonus: es gab sogar noch Lunch und sie haben sich so gefreut mich zu sehen).

Am Dienstag (26.11) bin ich nichtsahnend nach meiner Abendvorlesung nach Hause gefahren und habe mich gewundert, warum ein Krankenwagen hinter mir herfĂ€hrt, habe mir aber noch nichts dabei gedacht. Als dieser dann seine Lichter angemacht hat, bin ich selbstverstĂ€ndlich auf die rechte Spur gewechselt, um Platz zu machen. Das Mysteriöse: Der Krankenwagen ĂŒberholte mich immer noch nicht. Als der “Krankenwagen” dann noch seine Sirene anmachte, war auch mir klar, dass ich es wohl mit der Polizei zu tun hatte. Warum sie auf mich aufmerksam geworden sind, konnte ich mir zu dem Zeitpunkt aber noch nicht erklĂ€ren. Wie sich dann spĂ€ter herausstellte, habe ich Held vergessen mein Licht anzumachen đŸ€ŠđŸŒâ€â™€ïž. GlĂŒck im UnglĂŒck: Die nette Polizistin hat mich nur verwarnt und fand es sehr witzig, dass ich sie fĂŒr einen Krankenwagen gehalten habe (und damit quasi vor der Polizei geflĂŒchtet bin). War dann auch echt froh, als ich ganz normal weiterfahren konnte (zwar mit zitternden Beinen, aber immerhin!).

Polizeiautos in North Carolina sind (wenn man sie nicht gerade von der Seite sieht) leider nicht besonders auffĂ€llig đŸ€“ – by WSOC

Am Mittwoch (27.11) bin ich schon in das Thanksgiving Wochenende gestartet und zwar mit Frozen 2! Ich kann garnicht genau sagen, ob Ingrid und Claire oder ich sich mehr gefreut haben, den Film zu sehen. Danach wurde es nochmal spannend: Ich habe endlich meinen Katalysator reparieren lassen, um wieder bereit zu sein fĂŒr Roadtrips! Der ganze Spaß hat mich zunĂ€chst 400$ fĂŒr die Reparatur und dann nochmal viele Nerven und 100$ fĂŒr den “Upstream Oxygen Sensor” gekostet. Kleine Anmerkung am Rande: Ich kann mittlerweile mit vielen kompetenten Katalysator Fachwörtern um mich schmeißen – allerdings nur auf Englisch. Nachdem die Werkstatt das Auto „repariert“ und ich es gerade gestartet hatte, sprang sofort die Motorleuchte wieder an. Nach mehreren vergeblichen Versuchen des Mechanikers die Motorleuchte zu löschen, fiel ihm dann auf, dass es am Sensor liegen könnte. Da ĂŒber das Thanksgiving Wochenende natĂŒrlich geschlossen war, durfte ich dann ein paar Tage spĂ€ter nochmal fĂŒr 2 Stunden in der Werkstatt warten. Aber: Bis jetzt ist die Leuchte noch nicht wieder angegangen! Mich wĂŒrde es aber tatsĂ€chlich auch nicht Wunder, wenn der Mechaniker dafĂŒr gesorgt hĂ€tte, dass sie nie wieder angehen kann 😅. DafĂŒr habe ich jetzt eine 6 Monatsgarantie und kann jederzeit zurĂŒckkommen falls wieder etwas mit dem Katalysator sein sollte. Da ich “charmant, aber penetrant” sehr gut drauf habe, hoffen wir fĂŒr die Werkstatt, dass sie einen guten Job gemacht haben! Abends sind schon die Eltern von meinem Gastvater und die Schwester von meiner Gastmutter, Leah, angereist und nach einem entspannten Dinner (leider ohne mich – ich war immer noch in der Werkstatt 🚗) sind wir dann abends noch ein Bierchen trinken gefahren.

Begeisterungslevel 10000000
Der besagte Sensor

Am Donnerstag (28.11.) waren wir alle bereit fĂŒr Thanksgiving! Als der Rest der Family aufgestanden ist, war ich bereits aus der TĂŒr, da meine College Koordinatorin Nadine mich zu einem Turkey Trot mit ihrer Familie eingeladen hat. Ein Turkey Trot ist nichts anderes als ein Lauf, der meistens am Morgen von Thanksgiving stattfindet. Bei perfekten Wetter bin ich dann quatschend mit einer ihrer Töchter 5km durchs sĂŒdliche Charlotte gejoggt. Einen Lauf mitzumachen stand fĂŒr mich sowieso noch auf meiner To do-Liste fĂŒr die USA und selbst ohne Vorbereitung (meine Laufschuhe einzupacken hat sich bis jetzt nur bedingt gelohnt) waren die 5km absolut entspannt! â˜ș Den Rest des Tages kann man folgendermaßen beschreiben: Sehr viel leckeres Essen und Familienzeit! FĂŒr mich leider eher zu viel, ich muss zugeben, dass ich ĂŒber Thanksgiving das erste Mal ein wenig Heimweh hatte.

Nadines Family & ich
Alles ready?
Klassischen Truthahn gab es auch (wer sich fragt, was das wabbelige Rote ist – Cranberrygelee aus der Dose)
Claire vs. Jana

Am Freitag (29.11.) wurde das Thanksgiving Festessen mit einem Brunch und sehr viel leckeren French Toast beendet und die Großeltern und Leah haben sich verabschiedet! Da nach Thanksgiving offiziell die Deko fĂŒr Weihnachten rausgeholt werden kann, haben wir direkt angefangen das Haus aufzuschmĂŒcken. Alles unter dem Versprechen an Rachel, dass ich ihr wieder helfe die Deko wegzurĂ€umen (was ich natĂŒrlich eh gemacht hĂ€tte â˜ș). Abends ging es noch eine Runde im 80/90s Club feiern, weil Clayton Geburtstag hatte. Gegen 3 Uhr morgens war mein Tag dann auch erfolgreich beendet.

Da bekomme ich direkt wieder Hunger!
Weihnachtsdeko wird hier sehr ernst genommen!

Die nĂ€chsten beide Tage Samstag und Sonntag (30.11.-1.12) waren sehr entspannt und unter anderem stand noch ein Pub Besuch, Tannenbaum kaufen und schmĂŒcken, Lego Movie 2 und mein zweites American Football Spiel der Carolina Panthers an. Seit dem ersten Dezember sind auch alle im Hause Yount fleißig am Adventskalender auspacken: ich den selbstgemachten von Freunden und Family aus Deutschland, Ingrid und Claire den Lego Adventskalender, den ich ihnen geschenkt habe und Kevin und Rachel teilen sich einen Tee Adventskalender. Da am 3. Dezember viele meiner finalen Abgaben fĂŒr das Semester anstanden, konnte ich mich an dem Wochenende natĂŒrlich auch nicht vor meinen Hausaufgaben drĂŒcken.

Welcher Tannenbaum wurde es wohl?
Diesmal auf der richtigen Seite in der Sonne ☀ – Da braucht man selbst im Dezember eine Sonnenbrille!
Jedes Mal wieder beeindruckend
Da die GeschirrspĂŒlmaschine zusammengebrochen ist, ist abwaschen momentan Teamwork.

Am Montag (2.12.) bin ich wieder in die nĂ€chste Woche gestartet. Diesmal höchstmotiviert, da ich mich immer schon darauf freue morgens meinen Adventskalender aufzumachen! â˜ș Nach meiner letzten Public Speaking Rede (Thema – wer hĂ€tte es gedacht: Why you should do a stay abroad) und der Abgabe von meinen zwei Hausarbeiten fĂŒr International Marketing und Social Media Marketing ist mein Semester am Central Piedmont Community College fĂŒr mich beendet. Bei einem meiner Abschlussprojekte durfte ich die Erfahrung machen, dass Gruppenarbeiten mit den falschen Teammitgliedern in Amerika genauso viel Spaß machen wie in Deutschland: Meine Partnerin hat sich am Ende des Semesters fĂŒr 2 Wochen in den Urlaub nach Spanien verabschiedet. Wie gut das funktioniert hat, kann sich dann vermutlich jeder vorstellen 😅. Als ich am Donnerstag (5.12) meine letzte Vorlesung hatte, war ich trotzdem ein wenig wehmĂŒtig, da ich in meinen 4 Monaten unglaublich tolle Dozenten und gute Freunde kennengelernt habe! Was ich definitiv nicht vermissen werde: die wöchentlichen Tonnen an Hausaufgaben!

Bye bye CPCC!

Am Freitag (6.12.) und gleichzeitig Nikolaus habe ich eine kleine Überraschung fĂŒr meine Gastfamilie vorbereitet, die sich natĂŒrlich auch sehr gefreut hat. Nachmittags ging es zu einer kolumbianischen Veranstaltung im Mint Museum, ein Kunstmuseum hier in Charlotte, zu welcher Felipe mich und Alex eingeladen hatte. Ich konnte nicht nur mein Spanisch anwenden (dringend nötig, denn mehr als “Hola, me llamo Jana. Soy de Alemania.” ist bald nicht mehr möglich), sondern auch bei einem Tanzkurs Salsa und Merengue lernen! Danach haben wir noch einige Freunde in einem Biergarten getroffen, der momentan eine Art deutschen Weihnachtsmarkt veranstaltet. FĂŒr happige 9$ ist es dann auch bei einem Becher GlĂŒhwein geblieben.

Der Nikolaus war da!
Old Mecklenburg Brewery

Am Samstag (7.12.) habe ich auf Claire und Ingrid aufgepasst, weil Kevin und Rachel ihren Hochzeitstag hatten. Ein ganz entspannter Filmabend mit meinem kleinen Gastschwestern, Pizza, Schokolade und selbstverstĂ€ndlich einem Hunde/Wolf/Fuchs Film (das passiert, wenn ich sie aussuchen lasse) – perfekt! In diesem Fall Balto 3, was ich ziemlich gefeiert habe, weil Balto einer meiner Lieblingsfilme als Kind war. Deswegen eindeutige Filmempfehlung! 😅 Am Sonntag (8.12.) haben Alex und ich uns spontan entschieden einen Trip nach Columbia, der Hauptstadt von South Carolina, zu machen. Highlights: Giraffe fĂŒttern im Riverbanks Zoo und Sonnenuntergang am Lake Murray Dam. Wir haben jedoch einstimmig beschlossen, dass Charlotte noch ein wenig schöner als Columbia ist. Das mĂŒssen wir als mittlerweile richtige Charlotteans natĂŒrlich auch sagen.

Der Film beruht tatsÀchlich auf einer wahren Geschichte
Alex & ich
Street Art in Columbia
Lake Murray

Was ist sonst noch so passiert?Momentan gibt es eine kleine Kakerlaken Plage in meinem Zimmer. Kevin und ich haben schon Gift gesprĂŒht, aber ab und zu muss ich dann doch noch aktiv werden und Kakerlaken wieder hochkant aus meinem Zimmer rausschmeißen!

Das war es jetzt fĂŒr heute erstmal und in meinem nĂ€chsten Blog geht es dann unter anderem um meinen Roadtrip nach Florida. Bis bald! â˜ș

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