(19) Ab in den Sunshine State – Florida! ☀️

(19) Ab in den Sunshine State – Florida! ☀️

Mein Dezember dreht sich neben Christmas und New Year’s Eve hauptsächlich ums Herumreisen, da mein College offiziell am 11. Dezember geendet hat und ich über Weihnachten freibekomme (sogar noch mit Weihnachtsgeld!). Bevor der Spaß jedoch losgehen konnte, habe ich die zweite Woche im Dezember mit Vollzeit arbeiten und den letzten To do’s für mein College verbracht.

Am Sonntagabend (13.12) startete unsere kleine “Reisegruppe Florida” von Charlotte aus in Richtung Süden. Johannes, ein PPP-Teilnehmer aus Cleveland und seine amerikanische Freundin Maybeline sind gegen 18 Uhr nach über 8 Stunden Fahrten in Charlotte angekommen. In der Zwischenzeit habe ich schon meinen Kumpel Benny vom Flughafen abgeholt. Nach ungefähr 7 Stunden Fahrt sind wir dann mitten in der Nacht in St. Augustine, der ältesten Stadt der USA, angekommen. Eine Extrastunde kam durch eine sehr nötige Polizeiabsperrung (1:30 Uhr – kurz vor St. Augustins und absolut nichts los) obendrauf. Leider hatten wir auch so unsere Probleme den Eingang das Airbnb zu finden und sind ein wenig herumgeirrt. Wer braucht schon Schlaf?

Mitternachtssnack bei Mcces: Johannes im Drive In 🚶‍♂️

Am Montag (16.12.) haben wir den Tag dann ganz entspannt mit einem amerikanischen Südstaaten Frühstück gestartet. Johannes und Benny haben auf meine Empfehlung hin Grits probiert, die Begeisterung hielt sich aber in Grenzen. Nach einer kleinen Tour durch St. Augustine und Stopp am St. Augustine Beach ging es schon weiter in Richtung Miami. Außerdem haben Maybeline und ich entdeckt, dass sowohl Benny als auch Johannes Angst vor Alligatoren und Krokodilen haben und deswegen gut Respekt vorm Wasser.

Frühstück bei Anastasia Kitchen

Nach 6 Stunden Fahrt sind wir in Miami Beach angekommen und konnten direkt die Skyline von Miami bewundern. Mein Geheimrezept gegen Müdigkeit beim Roadtripping: Ein großer Vanilla Kaffee und Chicken McNuggets! Außerdem haben wir eine Roadtrip Beschäftigung gefunden: Das Bundesstaaten Battle. Dabei müssen abwechselnd amerikanischen Staaten genannt werden, bis einer Person keine mehr einfallen. Was sich hier jedoch festhalten lässt ist, dass wir es noch kein Mal geschafft haben alle zu nennen. Die Reihe der seltsamen Vorfälle in den Unterkünften setzte sich in Miami fort: Diesmal eine leckende Klimaanlage im Airbnb, die teilweise kleine Niagara Falls in unserem Raum entstehen ließ. Da die „Küche“ aus Mikrowelle, Kühlschrank und Kaffeemaschine bestand, haben wir improvisiert und kurzerhand Spaghetti in der Mikrowelle gekocht. Spürt ihr den Miami Glamour Lifestyle?

Geht nicht, gibt’s nicht!

Am nächsten Morgen (17.12) sind wir nach einem Frühstück mit leckerem deutschen Brot (danke Benny!) bei 28 Grad mit Fahrrädern am Miami Beach entlang gecruist. Vermutlich eines meiner Highlights des Trips! Auf dem Rückweg ging es dann zu Fuß durch das Artdeco District mit anschließenden Stopp am Strand. Ein Abstecher in das Streetart-Viertel Wynwood und das kubanisch angehauchte Little Havana mit Zigarren und der Calle Ocho durfte natürlich auch nicht fehlen. Abends haben wir uns den Sonnenuntergang mit Blick auf die Miami Skyline angeschaut. Dabei konnten wir neben dem eigentlichen Sonnenuntergang auch riesige Passagierschiffe und interessante Fotoshootings (Handstand an einer Palme etc.) beobachten.

Typische Art Deco Architektur
Finde den Fehler – Ein wenig Bildung im Art Deco Welcome Center
Das Wahrzeichen von Little Havana
Treffpunkt für Domino Zocker in Little Havana
Miami oder doch Los Angeles – Der Walk of Fame in Little Havana
Sonnenuntergang

Am Mittwochmorgen (18.12.) ging es nach dem Sonnenaufgang um 7 Uhr am Miami Beach los in Richtung der Florida Keys. Erster Zwischenstopp: Crocodil Lake Nationale Wildlife Refuge. Leider geschlossen. Nach einem spontanen Abstecher in das Visitor Center auf Key Largo (aus dem welchem sich im Endeffekt alle ein T-Shirt mitgenommen haben), stand Robbies Restaurant auf dem Programm. Nicht nur für Mittagessen, sondern auch für das Füttern von Tarpunen zu empfehlen. Bei mir wurde es unfreiwillig eine Pelikanfütterung, da diese sich um den Steg versammeln, um sich ein paar Fische zu stibitzen. Am Nachmittag sind wir an unserem Tagesziel Marathon angekommen und sind direkt erstmal eine Runde am nächstgelegenen Strand schwimmen gegangen. Auch das schlechte Wetter konnte uns von dem letzten Mal Inn Meer schwimmen für 2019 nicht abhalten. Kaum aus dem Wasser raus haben wir einen Stachelrochen entdeckt. Nochmal Glück gehabt! Passend zu den vorherigen beiden Unterkünften hatten wir diesmal Schwierigkeiten das Büro zum Einchecken zu finden. Es war getarnt als kleiner Container 😅.

John Pennekamp Coral Reef State Park
Robbie‘s Restaurant
Die gierigen Pelikane
Wer trägt es besser?
Safety First beim Kokosnuss Sammeln
BBQ der Grillmeister Benny & Johannes

Für den nächsten Morgen (19.12) war ursprünglich geplant wieder den Sonnenaufgang zu beobachten, nach einem kurzen Blick nach draußen haben wir uns aber für Weiterschlafen entschieden – viel zu bewölkt! Danach ging es nach einer kurzen Fahrradtour durch Marathon über Bluehole mit unserer ersten Aliggatorsichtung und No Name Key nach Key West. Hier wurde es wieder spannend: Das Bed & Breakfast konnte unsere Reservierung zunächst nicht finden. Nachdem das geklärt war, konnte das Sightseeing beginnen. Duval Street und Mallory Square standen auf dem Programm. Nachdem wir auf der vermeintlichen Duval Street entlang gelaufen sind (…es war nicht die Duval Street), sind wir bei dem klassisch amerikanischen Sloppy Joes eingekehrt. Sloppy Joes ist ein amerikanisches Gericht, welches grob gesagt aus einem Burger mit Bolognese Sauce besteht. Dann der Glücksfall des Roadtrips: Johannes hat 100$ gefunden! Davon konnten wir uns nach dem Sonnenuntergang und Straßenkünstlern beobachten am Mallory Square ein richtig gutes Dinner leisten. Sogar mit dem von meiner Gastfamilie hochgelobten Key Lime Pie!

Marathon
Wen haben wir denn da?
Woran erkennt man, dass man in Key West ist? Die zahlreichen Hühner und Hähne (die sich besonders morgens bemerkbar machen)
Der US Highway 1 führt hoch bis an die kanadische Grenze
„In Key West regnet es nie“
Harbor Walk
Sloppy Joes
Key Lime Pie – Mein neuer Lieblingskuchen

Am Freitag (20.12.) sind wir gegen 6:30 Uhr aufgebrochen, um den Sonnenaufgang am Southernmost Point zu sehen. Dabei haben wir dank Johannes einen kleinen Umweg genommen. Zum Glück gab es auch heute wieder keinen richtigen Sonnenaufgang, sonst hätten wir ihn vermutlich verpasst. Stattdessen hatten wir die Pole Position, um an dem ziemlich leeren Southernmost Point Erinnerungsfoto zu schießen. Da für diesen Tag die weite Strecke in die Everglades anstand, haben wir schnell im B&B gefrühstückt, um dann loszufahren. Highlights: 1. Die selbstgemachten und noch warmen Zimtschnecken. 2. Benny wurde doch tatsächlich durch den starken Wind Johannes unbeaufsichtigter (aber zum Glück leerer) Teller ins Gesicht geweht. Danach konnte es losgehen Richtung Everglades. Ungefähr auf der Hälfte des Weges haben wir spontan eine andere PPP-Reisegruppe getroffen und haben gemeinsam am Strand Mittag gegessen bzw. von uns nur Johannes, weil der als einziger schon wieder Hunger hatte (Johannes = 24/7 hungrig). Am Visitor Center in den Everglades wollten wir dann den PPP-Teilnehmer Eric treffen. Wie es dann aber immer so ist, war Eric am falschen Visitor Center ungefähr eine Stunde von uns entfernt. Deswegen haben wir dann zunächst mit einem Ranger einen Plan ausgearbeitet (Royal Palm und zwei Look Outs), um ihn dann später zu treffen. Tipp: Das Ticket für den Everglades National Park ist 7 Tage lang gültig! Neben Schildkröten, Vögeln, Alligators und Fischen haben wir dann auch endlich Eric gesichtet. Als es schon dunkel wurde, hat der Ranger und empfohlen im Oasis Visitor Center Alligatoren zu beobachten. Ich hatte von Anfang an ein unangenehmes Gefühl. Als dann ein Kranich krächzend knapp über unseren Köpfen entlang geflogen ist, traten Johannes, Maybeline und ich einen organisierten Rückzug zum Auto an. Im Endeffekt sind wir nochmal zurückgegangen, weil Benny und Eric einen Alligator entdeckt haben und uns versichert haben, dass es sicher ist. Nach einem gemeinsamen Abendessen in Everglades City ging es mit einigen Stunden Verspätung für uns in das nächste Airbnb in Naples.

Das klassische Tourifoto
Gruppenfoto
Everglades
Suchbild
Riesige Pizzen

Am Samstag (21.12.) stand wieder eine lange Fahrt für uns an. Zunächst wollten wir jedoch kurz Naples erkunden. Dafür ging es zum Naples Pier. Nächster Stopp: Einer der schönsten Strände der USA – Siesta Beach. Der Strand ist tatsächlich weiß. Grund: Er besteht zu 99% aus purem Quarz. Im Weedon Island State Preserve konnten wir dann nicht nur die Skyline von Tampa, sondern auch von Saint Petersburg begutachten. Danach ging es in die Innenstadt von Tampa zum Riverwalk. Unser größtes Problem: Einen Parkplatz finden! Nach der Stippvisite in Tampa stand die 4 Stunden Fahrt nach Valdosta, Georgia an. Das dortige Airbnb war wirklich gruselig! Manche Räume waren fast leer und es gab eine Tür mitten im Haus, die weder von unserer Seite, noch von der anderen geöffnet werden konnte.

Naples
Der Pier
Siesta Beach
Aussichtsturm
Tampa
Nein, wir sind keine Einbrecher; das nennt sich Self Check-In

Am nächsten Morgen waren wir alle froh in Richtung Atlanta aufbrechen zu können, um uns das Football Spiel der Atlanta Falcons im Mercedes Benz Stadion anzugucken. Besonders die 7-spurige Autobahn in Atlantas Innenstadt hat es mir angetan. So sehr, dass ich zukünftig am liebsten garnicht mehr durch Atlanta durchfahren möchte! Nach dem Footballspiel ging es durch den starken Regen komplett durchnässt nach unserem 2000 Meilen / 3200 km Roadtrip zurück nach Charlotte. Natürlich wieder mit einem Stopp bei Mcces!

Regen Regen Regen
Letztes Gruppenfoto
Unsere Route: Charlotte, St. Augustine, Miami, Marathon, Key West, Everglades, Naples, Tampa, Valdosta, Atlanta, Charlotte

Was ist sonst noch so passiert? Am Dienstag (10.12.) waren Felipe, Alex und ich nochmal bei einem Basketballspiel der Hornets, bevor ich Felipe beim Auszug geholfen habe und er sich danach nach Kolumbien verabschiedet hat. Am Freitag (13.12.) stand dann die legendäre Christmas Party von LUTZE an, von der meine Kollegen schon Monate im Vorraus geredet haben. Außerdem hatten wir eine Ugly Christmas Sweater Challenge im Büro, die Alex meiner Meinung nach klar gewonnen hat. An dem Wochenende vor Florida war ich mit meiner Gastfamilie noch die Großeltern in Winston Salem besuchen und auf einer Christmas Party. Alles in allem also wieder sehr busy ☺️

Weihnachtsfeier im deutschen Restaurant

Als nächstes stehen jetzt Christmas und New Years in New Orleans an!

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