(23) Civic Education Workshop in Washington D.C. & Philadelphia

(23) Civic Education Workshop in Washington D.C. & Philadelphia

Ich bin wieder zurück aus Washington D.C. von unserem Zwischenseminar! 🙂 Nach ungefähr sieben Monaten treffen sich alle Teilnehmer, um unter anderem den Kongress mit dem jeweiligen Kongressabgeordneten oder das US State Department kennenzulernen.

Gruppenfoto

Am Samstag (29.2.) ging es für mich mit dem Flugzeug von Charlotte aus in Richtung Washington D.C. – Washington hat drei verschiedene Flughäfen und ich war bis zum Flug fest davon überzeugt, dass ich meinen Flug nach Baltimore, Maryland, gebucht habe. Ich hatte mir sogar bereits ein Zugticket von Baltimore nach Washington besorgt. Dass ich dieses nun nicht mehr benötigen würde, habe ich an meinem Gate festgestellt. Glück im Unglück: Mein eigentlicher Zielflughafen lag nun deutlich näher an Washington und ich musste nur noch in die Metro steigen. Nach meinem kurzen zweistündigen Flug bin ich zufällig bei den Gepäckbändern noch zwei anderen Teilnehmern (Victor und Mario http://36ppp.de/usamario/) über den Weg gelaufen und wir sind zusammen mit der Metro in Richtung Chinatown gedüst. Das Metrosystem ist in in der „politischen Hauptstadt“ der USA ziemlich gut ausgebaut. Einzige Herausforderung: Erst einmal verstehen, welches Ticket denn das Richtige für uns ist. Zusätzlich war es in Washington so kalt, dass für mich im Gegensatz zu dem relativ warmen Charlotte Mütze, Handschuhe und Schal obligatorisch waren. Von Chinatown sind wir zu Fuß zu meinem AirBnb aufgebrochen, was ich mir mit sieben anderen PPP-Teilnehmern (Lena, JP, Sabrina http://36ppp.de/sabrina-derckx/, Malte, Florian, Martin) gemietet hatte. Im Endeffekt sollten wir in der einen Nacht sogar zu neunt im Airbnb schlafen, aber das stellt kein Hindernis für PPPler da. Auf dem Weg zum AirBnb galt es erstmal einen kleinen Abstecher in das eins der unzähligen Museen zu machen (in diesem Fall das National Postal Museum) und ein nicht allzu teures Restaurant für das Mittagessen zu finden. Für das Mittagessen sind wir bei einem neu eröffneten Inder gelandet, bei welchem wir beim Essen vor Schärfe und witzigen Storys (vor Lachen) geweint haben. Danach haben wir auf den letzten Metern noch Lena eingesammelt und haben zusammen das Airbnb inspiziert. Ganz romantisch gab es sogar einen Strauß roter Rosen und Wein! Da die anderen PPPler über die nächsten Stunden verteilt angereist sind, haben Mario, Lena und ich uns schon auf unsere erste Sightseeing Tour gemacht und Union Station, Capitol und Supreme Court besichtigt. Wie es der Zufall so wollte, haben wir an dem Capitol Visitor Center doch tatsächlich einen Deutschen mit seiner Familie getroffen, der in die USA ausgewandert ist. Anschließend ging es zurück ins Airbnb, gemeinsam südafrikanisch essen (fancy oder?) und das Wiedersehen mit viel Bier feiern.

Am Sonntag (1.3.) sind wir zusammen durch Washington gewandert und haben zufälligerweise direkt andere PPPler getroffen. Ein Stopp am weißen Haus, World War 2 Memorial (inklusive Foto mit North Carolina Zeichen) und Washington Monument durfte natürlich auch nicht fehlen. Mein Highlight des Tages war der „amerikanische Döner“, den ich bei den Foodtrucks entdeckt habe.

Am Montag (2.3.) begann das eigentliche Seminar. Da wir den Vormittag noch zur freien Verfügung hatten, haben wir den Arlington National Cemetery besucht, auf dem zum Beispiel Präsident J.F. Kennedy begraben liegt. Anschließend sind wir vom Airbnb in das vorgesehene Hostel (6- bis 10-Bett Zimmer – super Teambuilding) umgezogen und es hat sich direkt eine 72 Personen starke PPP-Gruppe vor dem Eingang und auf dem Bürgersteig gebildet. Es war so schön, alle wiederzusehen und zu hören, wie die letzten Monate liefen. Für den Abend ging es zu einem sehr leckeren Dinner bei Busboys&Poets um die Ecke und feiern – wie fast jeden Abend in dieser Woche.

Am Dienstag (3.3) standen vormittags einige Vorträge zur amerikanischen Geschichte sowie ein Besuch des National Museum of African-American History and Culture an. Definitiv super interessant und zeigt deutlich auf, dass Rassismus auch im 21. Jahrhundert leider immer noch ein aktuelles Thema ist. Danach sind wir zu Fuß nochmal zum World War 2 Memorial gewandert. Bitte beachtet die Unterschiede zwischen dem Bild von Sonntag und Dienstag, die zeigen, was 10 Grad bei mir für einen Unterschied ausmachen. Da ich gerne noch ein wenig aus der Innenstadt raus wollte, haben wir uns mit Fahrrädern und Scootern auf den Weg nach Georgetown gemacht, um dort den Sonnenuntergang zu beobachten. Für mich ging es Dienstag sehr früh ins Bett. Ich war einfach noch zu geschafft von der vorherigen Nacht und wollte natürlich fit sein für die kommenden Tage (und Nächte).

Am Mittwoch und Donnerstag (4.3.-5.3.) wurde es hochoffiziell: Für Mittwoch stand zunächst ein Besuch im Kongress und bei unserem jeweiligen Kongressabgeordneten, einem seiner Mitarbeiter oder in seltenen Fällen einem der Senatoren an. Ich muss ehrlicherweise sagen, ich war danach enttäuscht: Mein Treffen dauerte inklusive einem Gespräch mit der Sekretärin und mehr oder minder freiwilligem Foto mit dem mir zugeordneten Mitarbeiter 7 Minuten und die Mühe Interesse vorzuheucheln, hat sich der Legislative Correspondent auch nicht gemacht. Immerhin konnte ich mir kurz das Büro von meinem Kongressabgeordneten Dan Bishop (für Charlotte, North Carolina) angucken und habe meine hohen Schuhe nicht umsonst mitgenommen. Da wir vor dem abends anstehenden Alumni Stammtisch noch ein wenig Zeit hatten, ging es für uns in eines der Smithsonian Museen: Das Holocaust Museum, in welchem momentan in einer Sonderausstellung die amerikanische Sichtweise dargestellt wurde. Was ich sehr interessant fand, ist, dass obwohl fast die gesamte amerikanische Bevölkerung davon überzeugt davon war, dass die Holocaust Berichte aus Deutschland der Wahrheit entsprechen, ungefähr 80% nicht mehr Visaanträge genehmigen lassen wollten. Die Flüchtlingsproblematik von damals lässt sich also nur allzu gut auf heute übertragen, wenn selbstverständlich auch in komplett anderem Kontext. Am Donnerstag brachte uns ein Bus in das US Department of State. Nachdem wir alle im Flughafenstyle gründlich durchgecheckt worden waren, betraten wir seit knapp 8 Monaten erstmalig wieder deutschen Boden. Diese Sicherheitschecks sind in Washington D.C. übrigens ziemlich alltäglich und auch Standard für die zahlreichen Museen. Neben den Vorträgen der CIPler (Teilnehmer des Congress Internship Programs), einiger Botschaftsmitarbeiter und einer Simulation ging es für uns schon wieder zurück zu Busboys & Poets für die letzten Vorträge dieses Seminars. Am Donnerstagabend durfte eine ordentliche Abschiedsfeier natürlich auch nicht fehlen!

Freitag (6.3.) war schon der letzte Tag unseres Seminars gekommen. Da wir auch für die Monate in 2019 eine Steuererklärung abgeben müssen, stand für uns eine Steuerschulung auf der Agenda. Anschließend ging es nach einer großen Verabschiedungsrunde für einige wieder im Flieger nach Hause oder wie für mich noch weiter nach Philadelphia, Pennsylvania. Denn wenn ich schon einmal im Norden bin, muss das natürlich auch bestmöglich ausgenutzt werden. Da die günstigste Möglichkeit doch tatsächlich der FlixBus war (ab 1$), haben wir Sparfüchse uns dafür entschieden. Am ersten Abend ging es dann nur noch schnell einkaufen, für alle Spaghetti Bolognese kochen und schlafen.

Am Samstag (7.3.) konnte das Sightseeing in Philadelphia starten. Zunächst ging es zu Fuß durch die Innenstadt zum One Liberty Observation Deck, um sich einen Überblick über Philadelphia zu verschaffen. Ein Stopp im Love Park bei dem berühmten Love Zeichen haben wir selbstverständlich auch eingelegt. Im Reading Terminal Market haben wir beim Mittagessen eine Amerikanerin getroffen, deren Tochter in Deutschland einen Auslandsaufenthalt gemacht hat. Die Welt kann so klein sein. Danach ging es noch weiter zu Liberty Bell und an den Delaware River, der Pennsylvania von New Jersey trennt. Am Sonntag (8.3.) ging es auch für meine Truppe zurück in die jeweiligen Platzierungen. Malte, Moritz und ich hatten noch so viel Zeit, dass wir einen Abstecher zum Magical Garden gemacht haben und uns ein Philly Cheesesteak gegönnt haben.

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