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#5 Eine Woche USA

Über eine Woche ist es nun her, als ich bei meiner neuen Familie angekommen bin. Ich habe am ersten Abend noch meinen Hostbruder und meine Hostmom kennengelernt. Ich habe mich zu Beginn gefragt: wie begrüße ich meine zukünftige Familie, wenn ich sie das erste Mal sehe? Bei Kris war es einfach: er hat mir gleich die Arme entgegengestreckt, um mich zur Begrüßung zu umarmen. Mein Hostbruder, Jesse, gab mir dir Hand und meine Hostmom, Sarah, umarmte mich. Ich habe einfach versucht es auf mich zukommen zulassen. Also hab ich erst auf deren Reaktion gewartet 🙂 Hat geklappt!

Meine Aufgaben im Haushalt

Jetzt nach einer Woche hat man schon so ungefähr ein Gefühl, wie es ist hier zu leben. Meine Aufgaben im Haushalt sind es, mein Zimmer und mein Bad sauber zu halten und jeden Morgen die Spülmaschine auszuräumen. Desweiteren vermietet meine Hostfamily den Keller als AirBnB Unterkunft. Hierfür muss ich auch ab und zu mithelfen (z. B. Betten überziehen oder saugen). Also falls ihr mich mal besuchen kommen wollt: der Keller ist für bis zu 5 Personen geeignet und ich freue mich auf viel Besuch 😉

Das Essen

Meine Familie kocht und isst seeeeehr sehr gesund, was für mich erstmal sehr untypisch Amerika ist. Sie essen hauptsächlich Salat und gegrilltes Fleisch, wie Hühnchen, Fisch oder Steak. Dazu gibt es gekochtes Gemüse oder Gemüse aus dem Ofen. Sie vermeiden jeglichen Zucker, Brot, Kuchen oder auch z. B. Nudeln. Daran muss ich mich, um ehrlich zu sein, erstmal gewöhnen, da ich Amerika bisher ganz anders kennengelernt habe, wie hier.

Die Preise

Was mir hier extrem auffällt, ist dass einfach alles extrem teuer ist. Ein Deo z. B. kostet 4,50$ und das ohne Steuer! Weintrauben kosten ca. 5$, usw. usw. Also günstig einkaufen, ist hier irgendwie nicht so. Mal sehen, ob und wie lange mein geiziges Ich es hier ohne Anfall aushält haha 🙂

Was ich so mache…

Momentan ist die Situation so, dass mir hier noch etwas langweilig ist. Das College hat noch nicht begonnen, ich habe noch keine Freunde und meine Familie arbeitet viel. Das heißt für mich also momentan viel Papierkram erledigen, Kurse aussuchen und eine Stelle finden, bei der ich freiwillige Stunden sammeln kann (40 Std innerhalb v. 6 Monaten von der Organisation vorgeschrieben).

Wenn ich also gerade nicht mit Papierkram beschäftigt bin, darf ich Sarah’s Auto nehmen und damit bissi rumfahren und so 🙂 Und so war ich schon im Walmart, einmal im Wendy’s (Burger), Target, in der Innenstatd von Andover (mit ganz vielen kleinen, süßen Läden) und bei einer Alpaca Farm.

Bürokratie ohne Ende!

Es heißt immer Deutschland wäre ein Bürokratieland. Die USA ist es definitiv auch! Ich muss meinen deutschen Führerschein in einen amerikanischen umwandeln. Das ist jedoch nicht so einfach. Hierfür benötigt man erstmal die Social Security Number, die man hier für ungefähr alles benötigt (Handyvertrag, Autoversicherung, Führerschein, Arbeit, etc.). Diese kann man jedoch erst beantragen, wenn man mindestens 10 Tage im Land war. Dafür alleine benötigt man ca. 45 Beweise und Dokumente, dass man hier legal wohnt und arbeiten darf. Neben der Social Security Number benötigt man für das Umschreiben des Führerscheins noch eine offizielle Übersetzung des Führerscheins, die ich im Deutschen Konsulat in Boston machen lassen muss. Und das war nicht alles: man benötigt einen englisch Nachweis über die Punkte, die man in Deutschland in Flensburg gesammelt hat, mindestens 2 Dokumente, die als Ausweisfunktion dienen und noch eine Rechnung, die auf mich ausgestellt ist, als Beweis, dass ich bei der jeweiligen Adresse wohne. Und Deutschland soll viel Bürokratie haben? Yes, sure…

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