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#10 Panama City Beach

Hallo zusammen,
also erstmal ein ganz großes „Entschuldigung“ für meine lange Abwesenheit hier im Blog. Mein Kalender füllt sich nun immer mehr und ich schiebe das To-Do „Blogbeitrag schreiben“ jetzt schon eine ganze Weile vor mir her. Heute nehme ich mir aber mal einen ganzen Nachmittag für euch vor und schreibe, schreibe, schreibe, um euch auf dem Laufenden zu halten bzw. von meinen vergangenen Trips zu erzählen.

Die Überschrift verrät schon, wo ich mich letztes Wochenende aufgehalten habe: in Panama City Beach, Florida. Tina (sie ist in Columbus, Georgia platziert) und ich verstehen uns schon seit dem Bewerbungstag in Bonn erste Klasse. Wir sind einfach auf derselben Wellenlänge. Das hat sich dann auch durch unser Seminar in Lichtenfels und New York gezogen und da war natürlich schon von Anfang an klar, dass wir in den USA gemeinsame Trips planen.

Die Anreise

Mein Flieger ging am Freitag um 7 Uhr morgens, sodass ich schon um 5 Uhr von meinem Hostvater zum Flughafen gefahren worden bin – Danke nochmal Kris, falls du das liest :-). Der Flug dauerte knappe 3 Stunden. Das Faszinierende an den Kurzflügen hier in den USA: Es gibt in jedem Flieger WLAN und einen Bildschirm mit Entertainment!!!!! Also hab ich mir gleich mal den neuen Film „The Hustle“ mit Rebel Wilson angesehen und viel gelacht. Nach ein bisschen Schlaf bin ich auch schon gelandet und konnte endlich meine Tina wieder in die Arme schließen. Sie hat mich am Flughafen in Atlanta, Georgia abgeholt, wir stiegen in ihren kleinen süßen silbernen Frosch und sind direkt Richtung Florida gedüst. Innerhalb von ca. 6 Stunden waren wir nach einer kleinen Chicken-Buffet-Pause in Alabama auch schon in Panama City Beach angekommen.

Das AirBnB

Wir haben uns für zwei Nächte ein AirBnB gebucht. Es war für Beach-Verhältnisse erstaunlich günstig, aber sah auf den Bildern wirklich gut aus. Wir hatten erst ein wenig Schwierigkeiten das richtige Gebäude und Apartment zu finden, da es sich in einem Wohnungs-/Gebäudekomplex befunden hat und wir keine genaue Angabe zum Haus bekommen haben. Nach einigen Runden in der Siedlung haben wir anschließend das Building 7 erreicht. Uns wurde gesagt wir wären im Apartment 103. Also haben wir davor gewartet und den Besitzer angerufen. Es kam dann ein Mann, der sich mit einem ganz anderen Namen vorgestellt hat, als der Besitzer und hat uns zum Apartment 201 geführt. Etwas verwundert, aber froh endlich am Ziel zu sein sind wir ihm gefolgt und haben es uns in unserem Zimmer gemütlich gemacht. Wir hatten ein eigenes Bad und ein Zimmer mit Kühlschrank und einer Palme vor dem Fenster. Der Rest dieser Wohnung war jedoch komplett leer geräumt?! Im Wohnzimmer haben sich 5 Matratzen gestapelt und es hat ein Bettgestell an der Wand gelehnt. Auf die Frage, wie lange der Mann schon hier wohnt, kam die Antwort „Ein paar Monate“…. und noch keine Zeit gehabt ein Sofa zu kaufen?! Naja, WLAN gab es auch noch keines und dieser Typ war gefühlt 24/7 dabei es zum laufen zu bringen und deswegen Anrufe entgegen zunehmen. Etwas creepy, aber wir dachten uns, dass wir hier ja eh nur zum Schlafen sind. Okay… Es wurde tatsächlich noch komischer. Als wir dann am Sonntag wieder ausgezogen sind, wollten wir den Schlüssel in der Küche ablegen. Jedoch mussten wir da am (leeren) Wohnzimmer vorbei. Und wer liegt da auf einer Matratze ohne Bettbezug, Kissen, etc.? Dieser komische Typ mit einer grünen dünnen Decke und er hat geschlagen…. Wir waren froh da raus zu sein und sind sprachlos und einem schüchternen „Bye“ gegangen…

Unser Wochenende

Und jetzt mal weg von dem creepy Typen vom AirBnB und ab in die Geschichte des tollen Wochenendes, das wir im Panama City Beach hatten 🙂
Am Freitag haben wir uns vor dem Einzug noch mit ein wenig Bier und alkoholischen Mischgetränken eingedeckt. Dafür sind Tina und ich das erste Mal in einen Liquor Store gegangen. In den USA kann man nämlich in manchen Staaten Alkohol nicht einfach in Supermärkten kaufen, sondern in spezialisierten Liquor Stores. Manche Stores sind sogar vom Staat organisiert und verwaltet, da manche Staaten sehr strenge Alkoholrichtlinien haben.
Im AirBnB angekommen, haben wir neben dem Fertigmachen schon gleich mal etwas vorgeglüht. Und da wir beide schon lange keinen Alkohol mehr getrunken haben, hat uns sogar das Wasser (Bud Light – haha) geschmeckt.
Mit einem Lyft (sowas wie Taxi, nur viiiiiieeeeel günstiger) sind wir dann zum Oktoberfest gefahren. Der Eintritt war 10 Dollar und wir haben uns gleich mal einen Maßkrug mit Panama City Aufschrift gekauft und mit Erdinger Weißbier befüllen lassen. Ganz ehrlich…. Weizen schmeckt ganz schön komisch aus einem Maßkrug. Die Füllung einer halben Maß hat 6 Dollar gekostet. Das haben wir uns dann paar mal gegönnt 😉
Das Oktoberfest war um 23 Uhr vorbei und Tina und ich waren die letzten Besucher! Ich mein… Wir sind längere Ausgehzeiten gewohnt. Also sind wir noch zu Bars gegangen und haben uns anschließend von einem Lyft wieder Nachhause fahren lassen.

Am Samstag hieß es dann AUSSCHLAFEN! Nachdem wir lange genug geschlafen haben, haben wir am Strand zu Mittag gegessen und haben uns den ganzen Tag am Strand bräunen lassen. Am Abend haben wir dann nochmal den warmen Sommerabend genossen und sind in eine Countrybar gefahren. Nach einigen Liedern sind wir wieder zurück in unser Zimmer. Diesmal waren wir nicht die Letzten 😉

Am Sonntag checkten wir um 10 Uhr aus dem AirBnB aus und fuhren nach einem letzten Frühstück mit Blick auf den Strand nach Columbus, Georgia. Dort hat Tina ihre Platzierung und Gastfamilie. Da es schon Abend war, als wir angekommen sind, haben wir uns nur noch entschieden Thailändisch essen zu gehen. Die Bedienung hat sogar Deutsch gesprochen und das Essen war mega lecker!

Am Montag wollte Tina mir noch ein bisschen was von Columbus zeigen. Columbus in Georgia ist eine kleine Stadt (die größte Sehenswürdigkeit ist die Universität dort) direkt an der Grenze zu Alabama. Ein Fluss stellt die Grenze zwischen Alabama und Georgia dar. Also haben wir einen kleinen Spaziergang entlang des Riverwalks gemacht. Ganz spontan hatten wir auch die Möglichkeit noch eine Stunde Boot zu fahren, bevor ich wieder nach Boston fliegen musste. Ein Freund von der Hostmom von Tina hat ein neues Boot gekauft und wollte uns dieses zeigen. Ich habe jede Sekunde auf dem Fluss genossen und wir durften sogar selbst fahren.
Leider war das Wochenende dann auch schon vorbei und Tina hat mich nach Atlanta zum Flughafen gefahren.
Mit dem Film „Yesterday“ habe ich meinen kleinen Wochenendtrip im Flieger ausklingen lassen.

Weitere Trips

Ich habe Reiseluft geschnuppert und will jetzt damit weitermachen. Meine nächsten (Reise-)Highlights an Wochenenden werden folgende sein:
– Meine Tante aus Richmond kommt mich über Halloween in Andover besuchen. Wir gehen wahrscheinlich nach Salem (die Hexenstadt) an Halloween 🙂
– Mitte November fliege ich wahrscheinlich mit Tina und zwei weiteren Teilnehmerinnen nach Richmond, Virginia. Wir wollen meine Familie besuchen und ich möchte ihnen die Blue Ridge Mountains zeigen 🙂
– Mitte Dezember kommt mich Tina in Boston besuchen
– Über Silvester wollen einige Teilnehmer (inkl. mir) eine Villa in Las Vegas buchen und sich einen tollen Start ins neue Jahr gönnen.

P.S. Und solltet ihr euch langsam fragen, wo ich schon überall in den USA war, könnt ihr das unter diesem Link herausfinden 🙂

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