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#28 Der abrupte Abschied

Fortsetzung meines abrupten Abschiedes von Beitrag #22.

Für mich brach eine Welt zusammen und meine Verzweiflung konnte ich nicht mehr zurückstecken. Vor meiner Chefin und allen Kollegen konnte ich meine Tränen nicht mehr halten. Ich weinte fürchterlich und informierte sie dem Programmabbruch. Alle waren schockiert. Ich habe dann mündlich gekündigt und bin direkt zu meinem anderen Job in der Preschool gefahren. Dort habe ich meine Hostmom angetroffen, die natürlich erstmal versucht hat eine Lösung zu finden. Jedoch gibt es bei einer solchen Entscheidung keine Lösung. Es heißt ab Nachhause. Am Donnerstag habe ich noch meine normale Schicht von 12 bis 18 Uhr in der Preschool übernommen. Es war sehr hart für mich… Ich wusste gar nicht an was ich alles denken muss und wie ich das alles bis Sonntag organisieren soll. Es war einfach verrückt! Nach Feierabend habe ich mir erstmal noch einen Koffer und Schuhe gekauft und bin ein letztes Mal bei Chick-Fil-A essen gegangen. Und am Abend habe ich dann angefangen mein Zimmer auszuräumen. WIE SOLL ICH DAS IN ZWEI KOFFER PACKEN?! UNMÖGLICH!

Hier muss ich nochmal einen großen, großen Dank an meine Hostfamily aussprechen, die mir das Packen und die organisatorischen Dinge am Ende sehr einfach gestaltet haben. Nachdem ich alles erfolglos versucht habe in meine Koffer zu stopfen, bin ich erstmal zu meinen Freunden für ein letztes Tschüss-Sagen gegangen und ich ließ die Koffer offen im Wohnzimmer stehen. Mit der Hoffnung, dass ich nach dem Abschied noch genug Kraft habe, die Koffer irgendwie zu zu bekommen. Als ich jedoch Heim kam, waren alle Koffer geschlossen! Meine Hostmom hat sich einfach hingesetzt und das für mich erledigt. DANKE DANKE DANKE!

Es gab dann noch ein letztes gemeinsames Abendessen und wir haben noch Escape Rooms zusammen gespielt. Das war noch ein toller letzter Abend. Aber so unerwartet und daher sehr traurig…
Am nächsten Morgen ging es dann auch schon ab ins Auto und zum Flughafen in Boston. Ich flog zuerst nach New York City, wo sich alle Teilnehmer inklusive Organisatoren trafen. Vor der Sicherheitskontrolle wurde sich dann von Max und Daniel (Organisatoren) mit einem Ellenbogen-High-Five verabschiedet. Und dann ging unsere Reise los zurück nach Deutschland. Alle sehr frustriert 🙁

Was mit meinem Auto jetzt passiert? Gott sei Dank habe ich eine Hostfamily, die jedes Jahr einen Stipendiaten aus dem PPP aufnimmt. Daher kauft meine Hostfamily erstmal mein Auto ab, welches dann wieder vom nächsten Studenten von der Family abgekauft wird. So konnte ich das Auto ohne großen Verlust verkaufen und der nächste Student muss sich nicht erst auf Autosuche begeben. Andere Teilnehmer hatten da schon ein etwas größeres Problem. Die mussten ihre Autos mit ziemlich viel Verlust verkaufen.

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