#25 AMUN American Model United Nations Conference in Chicago

#25 AMUN American Model United Nations Conference in Chicago

Ok, ich weiß es is gefühlt ewig her, dass ich einen Beitrag verfasst habe. Den Beitrag, den ihr jetzt lest, habe ich bereits vor drei Wochen angefangen zu verfassen als ich in Chicago war. Ich habe mich immer wieder dran gesetzt und Sachen ergänzt, aber jetzt gibt es mehrere einzelne Beiträge. Ich habe letztes Jahre um die Zeit die neuen Beiträge immer in meiner Mittagspause gelesen, jetzt gibt es neuen Lesestoff für Eure Mittagspause! 😉

Vom 23.11. bis 26.11. ging es für mich und 14 andere Stundenten zur American Model United Nations International Conference in Chicago.

Am Samstag gegen neun Uhr ging es mit zwei Autos Richtung Chicago. Wie Sardinen in der Dose sind wir in einem Minivan losgefahren. Dr. Lee ist der Professor, der unseren Club betreut und ist auf der Hinfahrt gefahren. Dieser Lehrer ist ein Phänomen. Nicht immer im positiven Sinne! Im Vorfeld gab es Auf und Abs bezüglich der Konferenz. Fast ohne Hotel und ohne Funding standen wir da, aber im Endeffekt ist alles Galtt gegangen. Was soll man sagen, Dr. Lee ist Entspannung pur. Ich nicht.

Auf der Hinfahrt ist Dr. Lee fast in den Graben gefahren, im Hintergrund lief ein deutsches Weihnachtslied, es war wie in einem schlechten Film. Jetzt habe ich einfach eine neue Erinnerung zu „In der Weihnachtsbaeckerei“, die nicht mit meiner Kindheit verbunden ist! 😀 Dr. Lee betont gerne, dass er beim Militär in Korea war und sehr viel Wert auf Pünktlichkeit und Ordnung legt. Er selber ist NIE pünktlich und seinem Fahrstil merkt man auch keine Orndung an, aber wir sind ja alle noch hier und heile aus Chicago zurück gekommen! 😉

Witzige Nebengeschichte: Zu Mittag haben wir Wendy’s halt gemacht. Ich stand neben Dr. Lee, die anderen waren am Essen. Small Talk mit Dr. Lee: Er erzählt, dass er den Director vom International Office getroffen hat und ganz stolz erzählt hat, dass wir einen „Student“ aus Frankreich dabei haben: mich. Direktor (aus Frankreich) ganz begeistert, Dr. Lee stolz wie Oskar und sagt zu mir: „Kennst Du Francois?“. Ich: “ Ja, klar, aber ich komme nicht aus Frankreich. Dr. Lee, ich komme aus Deutschland.“ Er: „Wirklich?! Sicher?“ „Hmmm, ja, denke schon.“ „Oh!“ Danach hat er das Gespräch auf deutsche Autos gelenkt. 😀 Während der Unterhaltung haben Simon und Lydia zugehört, Simon ist fast an seiner Pommes erstickt, Lydia ist aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Dr. Lee ist schon etwas verpeilt, deshalb wundert es mich nicht so wirklich, haha!

In Chicago angekommen haben wir ins Hayatt eingecheckt, uns umgezogen und sind dann auch schon gleich weiter zur ersten Veranstaltung gegangen. Die gesamte Konferenz fand im Grand Sheraton Hotel statt. Ungefähr fünf Minuten zu Fuß entfernt. Wir waren leider etwas zu spät, aber es wurden einfach nochmal die Simulationsregeln durch ein kleines Rollenspiel erklärt. Ich fand das ganze eher Verwirrend, Brooks neben mir fand es so langweilig, dass er immer wieder eingenickt ist. Danach wurde die Konferenz eröffnet und wir sind in unsere Kommittees verschwunden. Die Simulation soll so nah an der Realität sein wie es nur geht, es gibt ein Handbuch mit Regeln und Freiwillige, die die gesamte Simulation erst möglich machen. American Model United Nations gibt es seit 30 Jahren und hat verschiedene Konferenzen während des Jahres. Viele derjenigen, die hierher kommen sind in Clubs, aber es gibt auch einige, weil sie einen Kurs belegt haben. Leider sind diese Stundenten sehr damit beschäftigt viele Reden zu halten und Resolutions zu schreiben und diese tatsächlich durchzubringen, was das ganze eher in Stress ausarten lässt.

Die Tage bei AMUN sind sehr durchgetaktet, es geht meist morgens um acht los und endet abends um zehn. Die verschiedensten Länder vertreten ihren Standpunkt zu den Themen in kleinen Reden. Es werden Zeiten für Reden, Fragen und Antworten festgelegt. Das Ganze wird vom Plenum festgelegt und auch hier gibt es Redner, die dafür oder dagegen sind.

Ein paar Fakten zu AMUN:

  • American Model United Nations International Conference findet einmal im Jahr statt
  • feiert dieses Jahr 30-jähriges Jubiläum
  • es gibt auch Konferenzen für Regionen und Simulationen für Highschools
  • die gesamte Konferenz wird von vielen Mitarbeitern und auch von Rednern begeleitet (unter anderem eigentliche UN Mitarbeiter)

Im Vorfeld der Konferenz haben alle bei uns im Club eine „position paper“ für die bei der Simulation angebotenen Komitees bei unserem Professor, der den Club betreut, eingereicht. Ich habe meine zum Third Committee geschrieben. Themen waren: Promotion of Children Rights und Right of Indigenous Peoples. Die Position Paper wurde später auf der Webseite von AMUN hochgeladen. So konnte jeder die Position des jeweiligen Landes im Vorfeld lesen.

Für die vier Tage gab es außerdem nur Business Attire. Also nichts mit Sneakern. Da ich eh noch Klamotten für Washington brauchte. kam mir die Konferenz da ganz gelegen. Zu shoppen sage ich doch nicht nein!

Bendedikt, auch Teilnehmer im CIP, hat auch an der Konferenz teilgenommen. Er war bereits etwas früher mit dem Flugzeug aus Kansas angereist. Dilaria war zufälligerweise auch in der Stadt und so haben wir uns an einem Tag bei Whole Foods zum Mittagessen getroffen. Benedikt habe ich in den vier Tagen vielleicht drei Mal gesehen. Er war in einem anderen Kommitee als ich und es waren einfach so viele Leute da, dass ich das Gefühl hatte jeden Tag ein neues Gesicht zu sehen. Seine Delegation hat sogar einen Preis gewonnen! Best Delegation AMUN 2019: Herzlichen Glückwunsch kann ich da nur sagen!

Dilaria, Benedikt und ich im Sheraton

Nach den langen Tagen gab es immer die Möglichkeit zusammen zu sitzen und am Montag gab es einen DJ, der von der Konferenz organisiert wurde. Die gesamte Konferenz hat einfach mega viel Spaß gemacht, ich konnte Zeit mit meinen Freunden verbringen und dabei noch eine coole Erfahrung machen!

Ich kann wirklich jedem Empfehlen einem Club am College beizutreten, das hat die gesamte Zeit an der Uni erst richtig gut werden lassen!

Am Montag hatten wir dann ein paar Stunden Zeit die Stadt zu erkunden und zu Mittag zu essen. Wir haben die berühmte Bohne gesehen, waren in einem kostenlosen Museum (war nicht so mein Fall) und sind dann zum weltgrößten Starbucks gelaufen. Chris wollte dort unbedingt hin und wir hatten auch nicht mega viel Zeit und auch keinen richtigen Plan, deshalb ging es dann Richtung Starbucks. Davor angekommen haben wir festgestellt, dass es eine Schlange von Außen gab und Innen auch nochmal. Chris war enttäuscht, wir sind einfach in die Süßigkeitenladen gegenüber rein. Dort habe ich Schokolade mit Bacongeschmackt gekauft. Die Essence von America in Schokolade, was will man mehr? Ich habe sie noch nicht probiert, wenn das passiert, werde ich aber definitv eine Meinung haben und sie gerne mit Euch teilen. 😉

Fast vergessen! Am Freitag bevor es nach Chicago, war ich mit Andy beim Christkindlmarkt der Germania Society. Gefühlt am Ende der Welt, aber sehr gut besucht. Es gab drei große Zelte, deutsches Essen (sehr, sehr lange Schlange) und Stände an denen man Bierkrüge, Weihnachtsornamente und Glühwein kaufen konnte. Die örtliche Brauerei Braxton hat ein Holiday Lager rausgebracht, was dort ausgeschenkt wurde. Beworben wurde es damit, dass es nach echter deutscher Tradition gebraut wurde und ich fand, dass es wirklich gut war! Es war ein schöner Abend. 🙂

Jetzt natürlich noch ein paar Bilder von Chicago!

Eure Hannah

The bean
Die Sortierung macht glücklich
In dem Musuem waren die Glaskuppeln wirklich schön, aber die Ausstellung fand ich nicht so spannend.
So sieht es in der Konferenz aus, wenn man in eine unmoderierte Phase geht. Leute unterhalten sich, der Chair (rechts an dem Tisch mit schwarzen Tuch) muss erst mal Nachrichten checken
So so sieht es aus, wenn man wieder abreist und alle ziemlich müde sind
Die Burger waren gut und günstig
Irgendwann ist die Luft einfach raus, ich gebe es zu
Unser Ausblick vom Hotel
Da ist die ganze Bande
Eröffnung der Konferenz
Eröffnung der Konferenz von der anderen Seite 😉

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