#27 Besuch aus Arizona!

#27 Besuch aus Arizona!

Nachdem AMUN vorbei war, stand fest, dass das Semster nur noch drei Wochen kurz ist. Laura und ich hatten schon in Arizona gesagt, dass sie mich unbedingt besuchen kommen muss und am 05. Dezember war es dann so weit!

Ich wusste im Vorfeld, dass ich Teile meiner Finals an der Uni und einen Teil online machen muss. Am 05. hatte ich meine letzte Klausur in International Politics, mein Final für diesen und Business Management Principles wurden am gleichen Tag veröffentlich und waren beide die Woche darauf am Dienstag fällig. Am Dienstag darauf stand auch mein Final in International Economics an.

Lauras flieger war früher da als geplant und weil ich normalerweise um halb zwölf schon im Bett liege hat Andy angeboten mich zum Flughafen zu fahren, um Laura abzuholen. Weil der Flughafen in Kentucky liegt, wir aber an einem Highway liegen, der durch Indiana geht, konnte Laura gleich drei Bundesstaaten an einem Abend abhaken. 😀

Wieder zu Hause, habe ich noch an meiner Hausarbeit gesessen, während Laura wie ein Stein geschlafen hat. Am nächsten morgen sollte es meine schon gut geplante Sightseeingtour geben, aber weil es den ganzen Tag nur genieselt hat und das Wetter einfach nur eklig war, sind wir zuerst an die Uni gefahren und haben uns mit Lydia zum Kaffee verabredet. Länger als gedacht und mit Lydia verquatscht, ging es zum Devou Park, um die Aussicht über die Stadt von Kentucky aus zu sehen und dann in die Mall. Ja, ihr lest hier richtig, bevor sie die eigentliche Stadt sieht, zeige ich Laura eine Mall. Weil die ja so besonders und sehenswert sind. 😀 Wir haben dort zu Mittag gegessen und im Sephora den Verkäufer in den Wahnsinn getrieben, weil der Laden recht voll und wir beim Lipgloss und Liquid Lipstick bestimmt 20 verschiedene Farben getestet haben bevor wir uns endlich für etwas entschieden haben.

Nachdem wir uns von Sephora losgeist hatten, ging es zu Jungle Jim’s International Market, wo ich Lebkuchen und Marzipan für Andy gekauft habe und Laura die Auswahl an Milka und Spätzle in der deutschen Abteilung gezeigt habe. Ich finde den Laden jedes Mal aufs Neue gut und schleppe jeden, der mich besucht dort hin, falls man etwas aus Deutschland vermisst oder einfach mal einen Laden im Jungle Stil sehen will!

Wieder zu Hause war nicht viel Zeit für ein Nap, wir waren relativ spät dran. Wir waren mit Andy verabredet, um in den Zoo zu gehen. Dort gibt es momentag das Festival of Lights, wo der ganze Zoo in bunte Lichter getaucht wird. Wir haben aber auch Fiona (das berühmte Nilpferd) und die neue Baby Giraffe gesehen. Laura und ich waren aus dem Häuschen als wir Fiona gesehen haben. Andy war überrascht, dass ich mich für ein Nilpferd so beigestern kann, haha! Man muss dazu auch wissen, dass wir bei uns zu Hause alle Frühstücksbrettchen haben und ich habe meins schon seit ich denken kann. Alle wurden auf beim „Arolser Kram- und Viehmark“ in gekauft, oben wurde der Name reingebrannt und meins ist eben ein Nilpferd. Fiona ist aber auch einfach echt putzig und wir waren zum Glück noch rechtzeitig da, weil es kälter wurde und sie und ihre Mutter unter 40 Fahrenheit nicht draußen sind.

Die Lichter waren echt schön, es hatte aufgehört zu regnen und da wir etwas früher da waren, war es auch erst voll, als wir gegangen sind. Für den Abend war noch ein Konzert von Toast (die Band von Andys bestem Freund) geplant. Zum Abendessen ging es also in das Restaurant, wo die Band mit acht Mann rock Klassiker gespielt hat. Andy hat mir erzählt, dass die Band nie probt und sich meist auch nur zu den Konzerten so wirklich sieht. Die Musik war echt gut, der Tag war schon recht lang, zu Hause sind wir dann müde ins Bett gefallen.

Samstag war das Wetter super und wir konnten so die Stadt genießen! Nachdem wir Lydia eingesammelt hatten, sind wir am Findlay Market gestartet und dann Richtung Innenstadt gelaufen. Auf dem Weg dorthin haben wir bei Graeter’s Ice Creme und in den Lieblingsgeschäften von Lydia und mir halt gemacht. Mit der Straßenbahn sind wir dann zum Carew Tower gefahren. Dort durch den kleinen Souvenirladen und dann hoch auf die Aussichtsplatform. Da das Wetter so gut war, kann Laura jetzt nicht nur behaupten, dass sie durch Indiana gefahren ist, nein sie hat auch drei Bundesstaaten auf einmal im Blick gehabt und musste dafür nur den Kopf drehen. Jeder, der mich besucht, bekommt die Touritour. Ich habe mittlerweile 24 $ in die Renovierung der Plattform investiert! 😀 Aber der Ausblick ist wirklich toll und je länger ich in der Stadt bin umso mehr Punkte erkenne ich, wenn ich oben stehe.

Nachdem wir Lydia abgesetzt haben ging es Richtung Cincinnati Art Museum. Trey (Freund von der Uni) arbeitet dort und das Museum hat ein paar schöne Sachen, die man sich anschauen kann. Nachdem wir durch das Museum geschlendert sind, ging es nach Hause. Hatten wir dieses Mal Zeit für ein Nap? Ich weiß es nicht mehr. Wir hatten uns mit Trey zum Abendessen bei Pepperpod verarbredet. Es gab „a slab of goetta“ und Pommes mit brauner Bratensoße und Käse für Laura und mich. Für alle, die wissen wollen, was Goetta ist habe ich mal den Wikipediaartikel rausgesucht. Gibt es leider nur auf Englisch, aber wozu gibt es Google Translate, wenn nicht für sowas?

https://en.wikipedia.org/wiki/Goetta

Trey war so nett und hat Laura und mich in der Nähe der Kneipe abgesetzt und dabei Sheriff of Boone County im Auto angehabt. Als ich das erste Mal mit Lydia, Liam und Trey im Auto saß, haben Liam und Trey dieses Lied gesungen. Es wird mich für immer an meine Zeit an der Uni erinnern und ja, ich kann es auch schon mitsingen. 😀

Für Samstag hatten wir uns eigentlich Bar Hopping vorgenommen. Stellte sich heraus, dass die eine Bar, die wir uns ausgesucht hatten der Jackpot war! Wir sind in die Bar Tin Roof in der Nähe vom Reds Stadion rein, es gab richtig gute live Musik. Laura und ich standen vor der Theke und wussten nicht so wirklich, was wir trinken wollten, wir haben uns auf Deutsch unterhalten. Der Mann vor uns (um die 50) hatte uns gehört und sich ein oder zwei Mal umgedreht. Kurz darauf kam nur: „What are you drinking?“ Spontane Antwort: „Budweiser“. Zwei Minuten später waren Laura und ich um zwei Budweiser reicher, der Mann zahlt dreht sich um und sagt: „Enjoy your evening ladies!“ und marschiert in Richtung Menge. Besser hätte unser Besuch in der Kneipe nicht anfangen können! Was wir auch nicht wussten: Ohio State hat am selben Abend gespielt und gewonnen, die Stimmung war also nochmal extra gut. Aber die Leute, die wir getroffen haben, waren alle super nett und generell habe ich das Gefühl, dass die Leute hier manchmal so viel höflicher sind als in Deutschland. Wir man etwas angerempelt wird, dann wird die Hand auf den Arm gelegt, sich entschuldigt und nochmal versichert, dass das nicht nochmal passiert. Ich Deutschland habe ich manchmal das Gefühl, dass der spitzere Ellenbogen gewinnt, haha! 😀

Am nächsten Morgen haben wir dann etwas ausgeschlafen und sind mit Andy zum Brunchen gefahren. Ursprünglich war eine Runde zu dritt geplant, aber dann sind Stephen und Denise und ein weiteres Ehepaar, was zu Besuch war, mit dazu gekommen. Wir waren im „Eighteen at the Radison“, das Hotel ist rund und im obersten Stockwerk gibt es ein drehendes Restaurant von dem man einen Ausblick über Covington (Kentucky) und Cincinnati hat. Die Runde ist nach 1,5 Stunden rum. Nachdem wir die Omlettestation, die Waffel- und Crepestation und den gesamten Rest des Buffets probiert hatten, konnte man uns aus dem Restaurant rausrollen! Unser nächstes Ziel war die Roebling Suspension Bridge. Einmal geparkt, sind wir über die Brücke an den Riverfront Park in Cincinnati gelaufen und haben dort auf den riesigen Schaukeln gesessen. Wir waren aber so vollgegessen, dass ein Nickerchen eher angemessen gewesen wäre. Früher als gedacht sind wir dann zurück an die Uni und haben es uns im Schwimmbad und Hottub gut gehen lassen. Zum Abendessen ging es mit Freunden zu Olive Garden. Danach zu Hause angekommen waren wir einfach nur müde und hatten den gesamten Tag gefühlt nur gegessen.

Montag ging es für Laura leider schon wieder nach Arizona zurück! Um kurz nach fünf sind wir Richtung Flughafen aufgebrochen. Ihr Flug ging um sieben.

Ich glaube Laura hat die meisten Leute getroffen und richtig viel von der Stadt gesehen, es war richtig schön, dass sie da war!

Bis dahin,

Eure Hannah

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