#28 Bye, Bye NKU, Autochaos, Weihnachten

#28 Bye, Bye NKU, Autochaos, Weihnachten

Bevor das Jahr losgeht sagt man sich immer: das geht schneller vorbei als man denkt. Und das stimmt zu 100%. Ach ja: Happy New Year!!

Die letzten Wochen gingen nochmal schneller vorbei hatte ich das Gefühl. Finals, Weihnachten, Neujahr sind vorbeigesprintet. Wahnsinn.

Bye, Bye NKU

Ich muss zugeben, dass ich mich in meine Uni etwas verliebt habe. Sie ist nicht riesig, aber auch nicht klein, ich hatte tolle Mitstudenten und habe wirklich beeindruckende Menschen kennengelernt. Ich bin immer noch traurig, dass ich das nächste Semester nicht dort sein kann, aber für mich fängt bald das Kapitel Washington D.C. an und darauf freue ich mich so richtig! In meiner letzten Woche Mitte December habe ich mich meinen Professoren und meiner Collegekoordinatorin Anne Perry, dem International Office und von einigen Internationals verabschiedet. Es gab auch eine kleine Party vom international Office für alle Studenten, die den Campus verlassen haben. Dazu gab es noch ein T-Shirt als Erinnerung und viele herzliche Umarmungen.

Auto

Ist es Hass oder ist es Liebe? Keine Ahnung, aber mein Auto hat mir schon jeden Nerv geraubt. Ca. 3 Wochen vor Weihnachten hatte ich ein Problem mit der Elektronik. Mein Auto hat zwar geblinkt, aber es nicht angezeigt und es hat nicht mehr geschaltet. Nachdem die Nachbarn, mein Papa am Telefon, Andy und ich das Auto vom Strom genommen und wieder angeschlossen haben, ging es wieder. Es war klar, dass das nur eine Übergangslösung ist, da war irgendwas im Busch, aber für mich standen erst einmal die Finals vor der Tür. Nachdem die Finals vorbei waren habe ich das Auto nochmal bei einer Werkstatt, die sich auf BMWs spezialisiert hat, durchchecken lassen. Ich hatte geplant mit dem Auto nach Nashville zu fahren und wollte kein Sicherheitsrisiko fahren, was auf der Hälfte der Strecke liegen bleibt. Ein Freundin von Andy hatte mir die Werkstatt empfohlen. Die Herren waren alle sehr nett und haben auch verstanden, dass ich das Auto nicht komplett erneuern will. Ich habe mich dazu entschlossen die Bremsen neu machen zu lassen, denn die hatten es wirklich nötig. Dann kam Weihachten (dazu später mehr) und ich wollte schauen, ob ich noch ein paar reduzierte business Klamotten finde und habe mich am 26. in mein Auto gesetzt. Auto lief, Auto hat nicht geschaltet, vom Strom nehmen hat nichts gebracht. Im Moment steht das Auto wieder in Werkstatt. Schlimmste Version: Computer für die Automatik ist kaputt. Das würde teuer werden. Am Montag wird das Auto genau unter die Lupe genommen, mal schauen, was dabei rauskommt. Ich hoffe einfach, dass es mit weniger Investition von Gled zu tun hat. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Weihnachten!

Ich muss zugeben: Weihnachten nicht zu Hause zu sein ist seltsam. Ich dachte vorher auch nicht, dass wir so viele Traditionen haben. Es sind dann eher die Kleinigkeiten, die viel ausmachen. Hier einmal die größten Unterschiede von meinem Weihnachten hier in den USA:

Andys Schwester hat fünf Kinder und sechs Enkelkinder, das ist ein großer Haufen. Weil es einfach so viele sind werden Geschenke von den Verwandten am 24. aufgemacht. Jüngste zuerst. Die Geschenke von „Santa“ oder Oma und Opa, die in diesem Fall Santa sind, werden dann am 25. morgens aufgemacht. Für mich auch komplettes Neuland war der Kirchenbesuch. Schick angezogen sind wir zum Nachmittagsgottesdienst gegangen. Andy, seine Schwester und ihr Mann gehen an Weihnachten immer zusammen. Ich war noch nie an Weihnachten in der Kirche und würde in Deutschland auch nicht auf die Idee kommen. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht religiös bin. Zum anderen daran, dass die Kirchen in Deutschland zu Weihnachten regelrecht geflutet werden und selbst wer sonst nicht in die Kirche geht, findet sich dann an Weihnachten mit der Familie in der kleinen Dorfkirche wieder. Hier sind die Kirchen oft für großere Menschenmassen gemacht. Nichts desto trotz haben einige an dem Nachmittag gestanden. Es wurde sehr viel gesungen, aufgestanden und sich wieder hingesetzt. Es war ein schöner Gottesdienst (so weit ich das jetzt beurteilen kann).
An Weihnachten gab es wieder Truthahn mit den Beilagen von Thanksgiving und zusätzlich noch einen Schinken. In dem Moment habe ich dann Wurst mit Kartoffelsalat vermisst. Mit meiner Familie hatte ich an dem Tag schon telefoniert und war live beim Essen dabei. Am 25. waren wir dann wieder zum Abendessen bei Patty eingeladen und hatten einfach einen gemütlichen Abend. Das war es auch schon von Weihnachten!

Auf dem Weg in die Kirche
Weihnachtsdeko bei Andys Schwester, ja das ist ein Drache, der eine Zuckerstange im Maul hat
Es gab diesen Weihnachtsmann, aber mein Favorit war eindeutig das Einhorn. Davon habe ich kein Foto, was ich bis heute bereue.

„Hello Dolly!“

Vor Weihnachten hatte ich die Chance für das Broadway Musical „Hello, Dolly!“ zu ushern, was wirklich sehr viel Spaß gemacht hat. Das Stück wurde in den 60ern das erste Mal aufgeführt und hat damals zehn Tony Awards bekommen. Zu Recht wie ich finde! Es ist voll mit Gesang und Tanz, die wirklich perfekt inszeniert wurden. Im Stück geht es um Matchmakerin Dolly Gallagher Levi, die in New York City den Auftrag hat für Horace Vandergelder die passende Frau zu finden. Horace ist ein halber Millionär und brauch einfach eine Frau, die für ihn die Haushalt schmeißt, was er vor seinen Mitarbeitern auch offen zugibt. Seine beiden Mitarbeiter sind die heimlichen Stars des Stücks, weil man die beiden einfach nur mögen kann. Der Chef ein totaler Geizhals, eine Lohnerhöhung nicht in Sicht und oben drauf kommt, dass man gerade in die Position befördert wurde, die man vorher schon hatte. Was Horace nicht weiß: Dolly will ihn selber heiraten. So spielen viele kleine Geschichten nebeneinander her, was das Stück kurzweilig macht. Es ist ein Klassiker unter den Musicals und ist wirklich sehenswert. Die Sänger und Tänzer waren wirklich gut und einen richtigen „Bösen“ gibt es auch nicht, weil man alle Charaktere gut leiden kann. Oh, und die Kostüme waren echt der Hammer.

Crossroads: Awaited“

Am 21.12. habe ich dann gleich drei Shows an einem Tag gemacht. Awaited ist eine moderne Erzählung der Weihnachtsgeschichte. Es war gut gemacht und die Tänzer waren wirklich der Hammer, aber insgesamt einfach nicht mein Fall. An dem Tag habe ich Essen und Trinken gestellt bekommen, was wirklich gut war, denn die Zuschauer der nächsten Show wurden schon 30 Minuten nach der vorherigen Aufführung wieder ins Gebäude gelassen. Eins kann ich euch sagen: Meine Fuße haben mir den ganzen Tag stehen nicht gedankt. Ich habe zwar flache Schuhe an, aber dazu kommt, dass man dauernd hin und her läuft, um Leute zu den Plätzen zu bringen und dabei muss man nach Möglichkeit lächeln. Ich glaube mein Gesicht war etwas eingefroren nach der letzten Show. Ich war wirklich totmüde.

Silvester ging es für mich nach Nashville, aber dazu mehr in einem separaten Beitrag, das gibt es auch mehr Bilder! 😉

Im Moment bin ich also sehr viel zu Hause, weil mein Auto einfach nicht fährt. Ich habe für die zweieinhalb Wochen vor Washington keinen Job und werde jetzt versuchen einen Job für nach Washington zu finden.

Bis zum nächsten Beitrag!

Hannah

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