#29 Neujahr in Nashville

#29 Neujahr in Nashville

Zusammen mit anderen PPPlern ging es für Neujahr nach Nashville. Ich hatte mich dazu entschlossen nicht in dem großen Air BnB mit allen anderen zu übernachten. Natascha wollte eigentlich auch kommen, das hat dann aber leider nicht geklappt und so habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen ein Hostel zu buchen. Das habe ich auch über Air BnB gefunden. Das Hostel war direkt in der Innenstadt und Ideal, wenn man alles zu Fuß erreichen wollte. Ich hatte mich für ein 8-Bett Zimmer entschieden, was ich mir insgesamt aber nur mit fünf Leuten geteilt habe.

Der ursprüngliche Plan war, dass Johannes (in der Nähe von Cleveland plaziert, vier Stunden nördlich) zu mir kommt und wir dann mit meinem Auto weiter nach Nashville fahren. Jetzt ist mein Auto aber kaputt gewesen und so ist Johannes am 28. zu mir gekommen.

Nashville ist die Hauptstadt vom Bundesstaat Tennessee und liegt südlich von Kentucky.

Da wo die vielen blauen Markierungen in der Mitte sind liegt Cincinnati

Nashville wird auch Music City genannt, besonders wegen der Country Music, die ich seit ich hier bin wirklich für mich entdeckt habe. Es gibt hier auch einen Broadway, der unzählige Bars mit Live Music hat. Am 29. hat es aber einfach nur geschüttet. Die gesamte Autofahrt und in Nashville hat es gefühlt nochmal zugelegt. Johannes hat mich zwar fast direkt vor der Tür meines Hostels abgesetzt, aber ich war trotzdem komplett durchnässt. Und das waren wirklich maximal 50 Meter. Nachdem ich etwas getrocknet war, habe ich mich auf die Suche nach Abendessen gemacht. „The George Jones“ wurde ausgewählt. Die Bar/ Restaurant war wirklich nicht sehr voll und ich war sogar rechtzeitig zur Live Music da. Das bestellte Sandwich war dann irgendwie doch ein Burger, aber wirklich gut. Für sein Geld bekommt mal viel zu essen, das Bier ist dafür recht teuer. Eine Dose Bier kostet 5 bis 6$.

Mein Bett hinten in der Ecke
Bettwäsche und ein kleines mittelgroßes Handtuch waren inklusive (es gab Shampoo im Bad, was ich wirklich klasse fand!)
Der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss: Hinten links ist die Rezeption und Washmaschinen, die man gegen Gebühr benutzen kann, hinten rechts die Gemeinschaftsküche. Es gab auch ein Klavier, einen Billiardtisch, eine E-Gitarre und eine Akustikgitarre, die jeder benutzen durfte. (Music city zieht hier wirklich jeder konsequent durch!)
Ein Auto in der Kneipe ist irgendwie nen Ding in Amerika (Acht Flachbildschirme für Football auch)

Danach habe ich mich auf den Weg zu den anderen gemacht. Die meisten hatte ich schließlich seit New York nicht mehr gesehen!

Am nächsten morgen habe ich mich zu Fuß auf dem Weg zum Capitol gemacht und war durch Zufall sogar rechtzeitig zur nächsten Führung da. Davor habe ich mir die Denkmale, die an die gefallenen Soldaten verschiedener Krieger erinnern, angeschaut. Eintritt wird im Capitol nicht verlangt und man konnte rein theoretisch sogar in die Büros laufen. Der State Trooper hat mir am Eingang aber auch gleich erzählt, dass er in Deutschland stationiert war. 😀 Die Bundesstaaten sind hier eigentlich wie auf Bundesebene aufgebaut. Es gibt einen Senat und ein House of Representatives. Wenn man zu den Sitzungen gehen möchte, dann gibt es Emporen für Zuschauer.

Dieses Capitol ist übrigens auch gleichzeitig ein Mausoleum für zwei Menschen. Gibts so nur einmal im ganzen Land.
Denkmal Koreakrieg
Das Capitol von hinten Richtung Bicentennial Park, vorne wurde gerade der Weihnachstbaum zersägt
Grab des Präsidenten Polk

Nachdem ich mir der Besichtigung fertig war, habe ich mich mit Anni, Selina, Louisa und Isabelle getroffen und wir haben im Farmers Market zusammen zu Mittag gegessen. Den Eingang zu finden war dann doch nicht so einfach, weil im Park nebenan für das Konzert am 31. alles abgesperrt war. Aber dazu später mehr! Der Famersmarket ist so ähnlich wie Findlay Market in Cincinnati mit dem Unterschied, dass es Innen eigentlich mehr zu essen gibt, was man dort auch wirklich isst. Also der perfekte Ort, um zu Mittag zu essen. Die Gruppe hat sich danach aufgeteilt. Anni und ich wollte noch durch Germantown schlendern, die anderen wollten zum Footballspiel gehen. Anni und ich sind so in den Genuss eines wirklich sehr guten Cupcakes gekommen und haben einen coolen Vintageladen entdeckt. Nachem wir unseren Cupcake gegessen haben sind in den kleinen Laden auch gleich 20 Touristen eingefallen. Wir wollten ja einfach nur einen Nachtisch haben, aber anscheinden war das ja irgendwie ein Ort, der bekannt für seine Cupcakes ist. Wer weiß.

Farmers Market
Eine Tiefgarageneinfahrt, zwei Deutsche und „Germantown“ an einer Wand.
Hier wurden die schönen Cupcakes verkauft und auch hergestellt.

Von Germantown sind wir dann wieder Richtung Broadway und 2nd Avenue gelaufen. Wir wollte in ein paar Geschäfte gehen und natürlich Cowboy Stiefel anprobieren! Gesagt, getan: ich bin jetzt um ein paar Schuhe reicher. Bevor ich die Stiefel in der Tasche hatte, sind wir um 3 Uhr Nachmitags in die Coyote Ugly Bar marschiert. Leider überschreiten alle Videos von den Abenden in Nashville die maximale Uploadgröße, weshalb ich euch hier leider nicht alles zeigen kann. 🙁

Coyote Ugly Bar
YEEE HAW!
(Die gesagten Schuhe, um die ich jetzt reicher bin. Anni hat ihre überigens nicht gekauft 😀 )

Die anderen noch beim Footballspiel, Anni und ich sind derweil in einem Süßigkeitenladen sehr glücklich. Wir waren richtige Touristen und wurden von Gratisproben erfolgreich gelockt.

Der Grund für das Glück

Wir haben uns mit den anderen zum Abendessen verabredet. Und zwar in der Bar, wo ich am ersten Abend gegessen hatte. Leider war es ziemlich voll bis die anderen angekommen sind und wir mussten auf die Rooftopbar ausweichen. Ein Teil hatte ein Zelt, wir haben leider nur einen Platz so richtig draußen bekommen. Nach dem Abendessen haben wir uns aufgeteilt und haben Live-Musik am Broadway genossen. Ein Band, die eigentlich ein Umzugsunternehmen ist oder zu der Firma gehört (ja, es ist einfach Amerika) hat nämlich ein kostenloses Konzert gegeben!

Blick von der Rooftopbar Richtung Footballstadion
Kostenloses Konzert am 30.12.
Ein Teil des Broadway

Am nächsten Morgen ging es dann zum Parthenon und zu verschiedenen Tourispots in der Stadt.

Das sind alle PPPler, die in Nashville waren + Sophie, die mit Caro zur Uni geht
Ja, für ein Bild mit den Flügeln haben wir uns angestellt
Louisa, Selina, Isabelle und ich

Den 31. haben wir wirklich sehr gemütlich verbracht. Wir waren in verschiedenen Geschäften und sind durch Nashville gelaufen. Abends haben wir zusammen Pizza gegessen. Benni hat eine wirklich leckere Pizza gezaubert und oben drauf gab es sogar selbstgemachtes Tiramisu! Gegen zehn Uhr ging es dann für mich und ein paar andere zum großen Silvesterevent in Nashville. Schon den ganzen Tag über hatten viele verschiedene Künstler gepielt, aber ca. 11 Uhr hat dann Keith Urban gespielt. Ein Country-Star, der Australier ist (schon irgendwie eine seltsame Kombination). Das Konzert war super und es gab sogar einen „Ball-Drop“ wie in New York City. Aber weil mir in der Music City waren, war das natürlich eine Musiknote. Meine beiden Lieblingslieder wurden pünktlich zum neuen Jahr gespielt und wir konnten sogar noch richtig nah an die Bühne, weil gefühlt die Hälfte aller Besucher sofort Richtung Ausgänge gelaufen sind. Für mich ging es zu Fuß Richtung Hostel, am nächsten Morgen sind Johannes und ich dann wieder Richtung Ohio aufgebrochen.

Mein Versuch Keith Urban zu fotografieren. Sehr weit weg, ich bin trotzdem Stolz auf meine Leistung

ABER das war noch nicht alles! Von Andy haben wir den Tipp bekommen, das Museum und die Fabrik von dem Baseballhersteller Hillerich &Bradsby Co. in Louisville anzuschauen. Da Louisville auch für Selina, Phillip und Louisa auf dem Weg lag, haben wir das ganze zusammen gemacht. Der Louisville Slugger wird von vielen Profis verwendet. Die Spieler kommen auch oft in die Fabrik, um sich ihr Holz selber auszusuchen und es geht dabei viel um Spielgefühl und so weiter. Da habe ich nun wirklich keine Ahnung von. Johannes ist Sportbegeistert und interessiert sich wirklich dafür. Ich habe mich da eindeutig mehr für den Herstellungsprozess, die Maschinen und die Technik interessiert. Da es der 1.1. war, war aber in der Fabrik nicht sooo viel los. Am Ende der Tour haben wir alle einen „Mini-Slugger“ bekommen, was ein cooless andenken ist. Nach einem späten Mittagessen ging es noch 1,5 Stunden zurück nach Cincinnati.

Weil die Rückfahrt für Johannes nochmal vier Stunden Richtung Norden bedeutet hätte, ist er noch eine Nacht geblieben und er durfte am nächsten Tag einen Herzarterien verstopfenden Burger essen und das berühme Goetta probieren, was ich mir bestellt hatte.

Das war es auch schon zu meinem Besuch in Nashville! Ich hoffe ihr seid alle gut im neuen Jahr angekommen. 🙂

Mich hat seit heute eine Erkältung fest im Griff, gestern war ich beim Volunteering im Büro vom Aronoff Center und heute trauer ich den Zeiten hinterher, wo ich noch durch meine Nase atmen konnte. Von meinem Auto gibt es noch nichts neues! Im nächsten Beitrag habe ich dann hoffentlich wieder etwas mehr einem funktionierenden Auto zu berichten.

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